Schüsse in Berlin-Wedding: Angeklagter schweigt zunächst

Schüsse in Berlin-Wedding: Angeklagter schweigt zunächst

Weil er in einem Streit zwischen zwei Gruppen eine scharfe Waffe gezogen und auf drei Verfolger geschossen haben soll, muss sich ein 35-Jähriger vor dem Berliner Landgericht verantworten. Rund acht Monate nach dem Geschehen auf einem Gehweg im Stadtteil Wedding hat der Angeklagte zu Prozessbeginn am Donnerstag zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Anklage lautet auf versuchten Totschlag und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Justitia

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Justitia mit Sonne und Taube.

Hintergrund der Tat seien vermutlich Streitigkeiten im Drogenmilieu gewesen, hieß es am Rande der Verhandlung. Der 35-Jährige soll während der Auseinandersetzung im April 2020 eine Waffe gezogen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe «ohne rechtfertigenden Grund und gezielt» auf drei ihn verfolgende Personen gefeuert und dabei mögliche tödliche Folgen zumindest billigend in Kauf genommen. Der Schuss habe die Verfolger jedoch verfehlt, heißt es in der Anklage.
Mehrere Schüsse waren damals laut Polizeiangaben gefallen. So habe einer der Männer mehrfach auf den Boden vor einem Kontrahenten gefeuert. Die beiden Gruppen hätten jeweils aus etwa fünf Beteiligten bestanden.
Der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt äußern. Für den Prozess gegen den deutschen Angeklagten sind sechs weitere Verhandlungstage bis zum 28. Januar vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Januar 2021 15:49 Uhr

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