Mutmaßlich antisemitischer Angriff nach Trinkrunde

Mutmaßlich antisemitischer Angriff nach Trinkrunde

Ein 27-Jähriger soll einen Mann in Prenzlauer Berg mit dem Tod bedroht und angegriffen haben, nachdem er erfahren hatte, dass der Mann jüdisch ist. Die beiden Männer lernten sich in der Nacht zu Freitag vor einem Supermarkt in der Schönhauser Allee kennen und verlegten ihr Gespräch in die Wohnung des 47-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. Demnach nahmen die beiden Männer dort Drogen und tranken Alkohol.

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs

© dpa

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs.

Nachdem sein Gast ihn bedroht und die Wohnung trotz Aufforderung nicht verlassen haben soll, rief der Gastgeber die Polizei. Daraufhin soll der jüngere Mann ihn erneut bedroht und unter anderem mit einem Ellenbogen ins Gesicht gestoßen haben. Der stark betrunkene 27-Jährige bestritt später die Taten. Beide Männer erstatteten wechselseitig Anzeige wegen Körperverletzung. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Die Zahl der Gewaltdelikte mit antisemitischer Motivation ist nach der Lagedarstellung politisch motivierter Kriminalität der Berliner Polizei in den vergangenen Jahren gestiegen. 2017 verzeichnete die Statistik nur drei Fälle, 2018 stieg die Zahl auf 16 und 2019 auf 27 Fälle an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. November 2020 16:47 Uhr

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