Angriff auf Gebäude vom RKI: Fall für Staatsschutz

Angriff auf Gebäude vom RKI: Fall für Staatsschutz

Nach dem Brandanschlag auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin sind bislang keine Tatverdächtigen bekannt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittele in alle Richtungen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag (26. Oktober 2020). Ermittelt wird wegen versuchter Brandstiftung.

Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren am Gebäude des RKIs

© dpa

Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren am Gebäude des RKIs.

Gegen die Fassade waren laut Polizei in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden. Verletzt wurde niemand. Ein Sicherheitsmitarbeiter hatte demnach mehrere Personen gesehen, die Flaschen geworfen hätten. Darin soll eine brennbare Flüssigkeit gewesen sein. Der Mitarbeiter konnte die Flammen löschen. Die Verdächtigen flüchteten. Weil es sich um eine Liegenschaft des RKI handelt, wird laut Polizei auch eine politische Motivation geprüft. Betroffen war ein Institutsgebäude im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg, nicht das Hauptgebäude im Nordwesten der Hauptstadt. Das RKI ist eine Gesundheitsbehörde, die auch für Infektionskrankheiten wie etwa Covid-19 zuständig ist. Die Einrichtung spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Das Institut wollte sich am Montag auf dpa-Anfrage nicht äußern und verwies auf das Landeskriminalamt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. Oktober 2020 15:17 Uhr

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