Kokain und illegale Schusswaffen: Zwei Männer vor Gericht

Kokain und illegale Schusswaffen: Zwei Männer vor Gericht

Weil er mit Kokain gehandelt und illegal mehrere halbautomatische Schusswaffen besessen haben soll, steht ein 34-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Mitangeklagt ist ein 38-Jähriger, der in einem Fall beim Portionieren von Drogen geholfen haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Hauptangeklagte in vier Fällen insgesamt rund fünfeinhalb Kilogramm Kokain vorrätig gehalten habe. Ob sich die beiden Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Mittwoch zunächst offen.

Justitia

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand.

Dem 34-Jährigen werden mutmaßliche Taten in der Zeit von Februar bis Mai 2020 zur Last gelegt. Im ersten Fall habe er laut Anklage 1,5 Kilogramm Kokain in von ihm genutzten Büroräumen in Berlin-Wilmersdorf gebunkert, um es zu zerteilen und gewinnbringend in Einheiten von etwa 0,5 Gramm in der Hauptstadt zu verkaufen. In einem Fall habe der Mitangeklagte geholfen, 230 Gramm Kokaingemisch in Pulverform in 460 Kapseln zu füllen.
Der Hauptangeklagte, der bei einem Sicherheitsdienst angestellt gewesen sein soll, wurde Mitte Mai festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Bei einer Durchsuchung entdeckten Polizisten damals in der Wohnung des 34-Jährigen sowie in einem Keller insgesamt fünf halbautomatische Schusswaffen, Magazine sowie Munition. Mehr als 400 Patronen seien sichergestellt worden.
Am ersten Prozesstag wurde nach Verlesung der Anklage erörtert, ob eine Verständigung zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht möglich sei. Die Richter haben im Falle eines Geständnisses des 34-Jährigen eine Strafe von höchstens sieben Jahren und drei Monaten Haft vorgeschlagen. Der Prozess geht am 23. Oktober weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. Oktober 2020 13:52 Uhr

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