Nach Entführung auf Usedom: Urteil gegen Täter erwartet

Nach Entführung auf Usedom: Urteil gegen Täter erwartet

Am Amtsgericht Greifswald wird heute der Prozess gegen einen Mann fortgesetzt, der im März eine Bekannte auf der Insel Usedom in sein Auto gezerrt und entführt haben soll. Das Gericht will zwei Zeugen und einen Sachverständigen hören und noch am Donnerstag (24. September 2020) ein Urteil fällen.

Amtsgericht Greifswald

© dpa

Ein Schild mit der Aufschrift "Amtsgericht" steht vor dem Amtsgericht in Greifswald.

Dem 48-jährigen Mann aus Brandenburg wird Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er hatte zum Prozessauftakt gestanden, die Frau nach heftigem Streit in Korswandt (Vorpommern-Greifswald) in sein Auto gesperrt und mit ihr weggefahren zu sein. Er habe mit ihr etwas klären, aber sie nicht entführen wollen. Passanten hatten das Ganze beobachtet und die Polizei alarmiert. Die Beamten konnten die Frau später per Hubschrauber in einem Waldstück kurz vor der Grenze zu Polen finden und aus dem Auto befreien. Den Wagen hatte der Täter im Wald verschlossen abgestellt und war weggegangen. Der Mann wurde später in Polen gefasst. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. September 2020 09:09 Uhr

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