Clanchef-Prozess: Bushido vermutlich weiter im Zeugenstand

Clanchef-Prozess: Bushido vermutlich weiter im Zeugenstand

Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido geht heute (31. August 2020) am Landgericht Berlin weiter. Die begonnene Zeugenbefragung des Musikers wird voraussichtlich fortgesetzt.

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido

© dpa

Anis Mohamed Youssef Ferchichi, bekannt als Rapper Bushido, sitzt im Gerichtssaal.

Der 41-Jährige, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, der umringt von Personenschützern in den Gerichtssaal gebracht wurde, hatte am Mittwoch seine Aussage begonnen. Zunächst ging es um seine musikalische Karriere.

Straftaten nach Auflösung der Geschäftsbeziehungen

Bushido ist in dem Verfahren um versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Untreue Nebenkläger. Der Rapper und der 44-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, waren über Jahre hinweg Partner im Musikgeschäft. Laut Anklage sei es zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

Täter schweigen zu Vorwürfen

Der Rapper sei im Dezember 2017 und im Januar 2018 bedroht, beschimpft eingesperrt und mit einer Wasserflasche sowie einem Stuhl attackiert worden. Die Brüder im Alter von 39, 42 und 49 sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Die Männer haben zu den Vorwürfen bislang geschwiegen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 31. August 2020 08:24 Uhr

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