Stieftochter missbraucht? Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Stieftochter missbraucht? Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Weil er seine Stieftochter in fast 200 Fällen missbraucht haben soll, steht ein 73-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. Er wies die Vorwürfe zu Prozessbeginn am Donnerstag zurück.

Justitia-Statue

© dpa

Die Statue der Justitia.

Er habe die Tochter seiner Ehefrau nie sexuell berührt, erklärte der Mann. Ihm werden mutmaßliche Übergriffe zwischen März 2007 und Dezember 2009 zur Last gelegt. Das Mädchen sei zur Tatzeit zehn bis zwölf Jahre alt gewesen. Der Anklage zufolge soll es in der damaligen Wohnung der Familie im Stadtteil Köpenick regelmäßig zu Übergriffen gekommen sein. Zweimal wöchentlich habe der Mann die Stieftochter sexuell angefasst. Sie habe im Mai 2019 Anzeige erstattet, hieß es am Rande der Verhandlung.

Angeklagter beschrieb Verhältnis zu Stieftochter als schwierig

Der Angeklagte erklärte weiter, zu den Anschuldigungen sei es aus seiner Sicht im Zusammenhang mit familiären Problemen sowie den zunehmenden Spannungen zwischen ihm und seiner Noch-Ehefrau gekommen. «Sie bekämpfte mich wie besessen», so der 73-Jährige. Das Verhältnis zu seiner Stieftochter sei bereits seit Jahren schwierig gewesen - «sie hielt keine Ordnung und ließ sich nichts sagen». Als sie 2017 auszog, habe ihn seine Frau dafür verantwortlich gemacht. Der Prozess wegen Kindesmissbrauchs sowie sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen den nicht inhaftierten Mann wird am 5. August fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Juli 2020 15:46 Uhr

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