Betrugsmasche mit falschen Polizisten: Prozess ausgesetzt

Betrugsmasche mit falschen Polizisten: Prozess ausgesetzt

Ein Prozess gegen einen 26-Jährigen um eine Betrugsserie mit falschen Polizisten ist ausgesetzt worden.

Justitia-Statue

© dpa

Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in der Hand.

Die Verteidigung habe bereits vor Beginn der Verhandlung am 26. Mai 2020 erfolgreich die Besetzung der zuständigen Strafkammer gerügt, teilte das Berliner Landgericht mit. Der Prozess werde nun voraussichtlich am 9. Juni beginnen. Der Angeklagte soll laut Ermittlungen als Mitglied einer Bande agiert haben. Vor allem ältere Menschen seien von einem Callcenter in der Türkei aus angerufen und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Herausgabe von Geld und Wertgegenständen bewegt worden. Angebliche Polizisten hätten den Opfern vorgegaukelt, sie müssten ihr Vermögen vor Einbrechern schützen.

Opfer um mehrere 100 000 Euro betrogen

Der 26-Jährige soll in 14 angeklagten Fällen als Abholer fungiert haben. In einem Fall habe eine 78-Jährige Geld, Schmuck und Uhren im Wert von 350 000 Euro zusammengepackt. Bei einer anderen Tat soll ein 90 Jahre alter Mann entsprechend der telefonischen Anweisungen rund 36 000 Euro in einer Tasche verstaut und diese vor seiner Haustür zur Abholung bereitgestellt haben. Dem 26-Jährigen wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug sowie Amtsanmaßung zur Last gelegt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. Mai 2020 14:32 Uhr

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