Lage entspannt: Keine Clan-Mitglieder mehr vor Krankenhaus

Lage entspannt: Keine Clan-Mitglieder mehr vor Krankenhaus

Nachdem in den vergangenen Tagen zahlreiche Angehörige eines bekannten arabischstämmigen Clans vor dem Urban-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg gestanden und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst hatten, hat sich die Lage am Donnerstag entspannt. Eine ältere, schwer erkrankte Frau aus der Großfamilie war in dem Krankenhaus behandelt worden. Inzwischen sei die Patientin gestorben und die sich vor dem Eingang aufhaltenden Verwandten hätten sich weitgehend entfernt, hieß es vonseiten der Polizei.

Urban-Krankenhaus

© dpa

Menschen stehen vor dem Urban-Krankenhaus.

Am Mittwochabend hielten sich ihr zufolge noch mehr als 100 Mitglieder der Großfamilie vor dem Klinikgebäude auf. Vor dem Haupteingang bildeten Dutzende Polizisten eine Kette, um den Zugang zu kontrollieren. Auf der Auffahrt standen mehr als zehn Einsatzwagen. Die Polizei achtete auf die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln und sorgte für freie Zufahrten.
Die Frau war in der Nacht zu Dienstag in das Krankenhaus eingeliefert worden. Weil sich sehr schnell viele Menschen dort versammelten, rückten die Sicherheitskräfte an. In Neukölln kam es zu zwei Verfolgungsjagden zwischen den Beamten und Autofahrern, die vom Wohnhaus der Patientin zum Krankenhaus rasten und dabei Kontrollen missachteten und fast Polizisten überfuhren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. April 2020 12:54 Uhr

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