Neuköllns Bürgermeister: Entsetzt über «Nazi-Schmierereien»

Neuköllns Bürgermeister: Entsetzt über «Nazi-Schmierereien»

In der Serie rechtsextremer Taten in Neukölln gibt es laut Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) einen neuen Vorfall.

Martin Hikel

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Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln.

«Ich bin entsetzt über die Nazi-Schmierereien, die in der Nacht zu gestern in der Wildenbruchstraße sowohl auf einem Burgerladen als auch in einem Hausflur hinterlassen wurden», schrieb Hikel am 11. Dezember 2019 auf Facebook zu einem Foto, das ein großes Hakenkreuz und die Buchstaben «SS» in einem Hausflur zeigt. Der betroffene Laden gehöre Angehörigen eines Neuköllners, «der schon öfter Opfer von rechtsterroristischen Attacken» war, so Hikel. «Alleine deshalb müssen wir diesen Angriff der Terrorserie zuordnen.»

Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

Zu dem Fall lagen der Pressestelle der Polizei zunächst keine Informationen vor. Nach Angaben Hikels hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. In Neukölln haben mutmaßlich rechtsextremistische Täter in den vergangenen Jahren Autos von bekannten Mitgliedern linker Parteien und Einrichtungen angezündet, Drohungen verschickt und linke Treffpunkte beschädigt. Zuletzt war im Innenausschuss von insgesamt 16 Brandanschlägen, 35 Beschädigungen mit Bedrohungen und 14 Diebstählen die Rede. Mit der Serie befasst sich eine eigene Ermittlungsgruppe.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. Dezember 2019 15:24 Uhr

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