Pakete unterschlagen und geplündert: Bewährungsstrafe

Pakete unterschlagen und geplündert: Bewährungsstrafe

Weil er als Paketbote in Hohenschönhausen 51 Sendungen unterschlagen und an Betrügereien mit einem Mietvertrag beteiligt war, ist ein Mann zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Paketbote

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Ein Paketbote der Post schiebt eine Sackkarre mit Paketen über Straße.

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 28-Jährigen am 21. November 2019 der Unterschlagung und des Betrugs schuldig. Der Gesamtschaden betrage knapp 30 000 Euro. Die damalige Lebensgefährtin des Mannes sollte eigentlich mit auf der Anklagebank sitzen. Weil die 27-Jährige unentschuldigt fehlte, erließ die Richterin Haftbefehl.

«Wie Weihnachten»

Der Angeklagte hatte zuvor gestanden. Während er im Februar 2018 bei seinen ersten eigenen Touren als Paketbote den Transporter steuerte, habe seine damalige Lebensgefährtin «hinten gesessen und Pakete aufgerissen - wie Weihnachten», so der 28-Jährige. Die Beute hätten sie verkaufen und mit dem Erlös unter anderem ihren damaligen Drogenkonsum finanzieren wollen. Der Paketschwund sei jedoch schnell aufgefallen. Kurz danach hätten er und seine damalige Partnerin zwei Geschädigte getäuscht und insgesamt 28 000 Euro als Anzahlung für die Anmietung von Gewerberäumen kassiert.

Anklage hatte zwei Jahre Gefängnis gefordert

Der Angeklagte ist unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein vorbestraft. Auch bei seiner kurzen Tätigkeit als Paketzusteller sei er ohne Führerschein unterwegs gewesen, gab der 28-Jährige zu. Die Anklage hatte zwei Jahre Gefängnis gefordert, der Verteidiger 18 Monate Haft mit Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. November 2019 09:37 Uhr

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