Schule bemüht sich nach Todesdrohung um Aufklärung

Schule bemüht sich nach Todesdrohung um Aufklärung

Nach den Todesdrohungen, die der Sohn eines AfD-Abgeordneten aus dem Berliner Landesparlament von Mitschülern bekommen haben soll, bemüht sich die Schule um Aufklärung.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD)

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Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) stellt ein Gutachten zum Berliner Neutralitätsgesetz vor.

«Die Schulleitung führt nun mit allen beteiligten Schülern Einzelgespräche», erklärte ein Sprecher der Bildungs-Senatsverwaltung am 11. November 2019. Danach wird ausgewertet, ob der Oberstufenausschuss einberufen wird. Auch die Eltern werden einbezogen. Die Schulpsychologie und die Schulaufsicht sind eingeschaltet. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sei ganz klar der Auffassung, dass kein Kind wegen der politischen Aktivitäten seiner Eltern in Haftung genommen oder bedroht werden dürfe, so der Sprecher. Nach Informationen aus Polizeikreisen hat es gegenüber zwei Schülern bereits Gefährderansprachen gegeben, außerdem seien 11. November Vorladungen zur Zeugenvernehmung verschickt worden.

Der Schüler selbst meldete die Vorkommnisse

Wie die Polizei am 9. November mitteilte, hatte der 16-Jährige angegeben, dass Mitschüler ihn und seine Familie bedroht hätten, unter anderem über einen Kurzmitteilungsdienst. Der Schüler habe sich deswegen am 8. November an die Schulleitung gewandt, die wiederum die Polizei alarmierte.

Berlins Schulen sollen sicherer werden

Der Vater des Jungen teilte mit, Polizeiführung und Justiz müssten sich daran messen lassen, wie effektiv sie gegen die Täter vorgingen. Er hoffe außerdem, dass die Bildungssenatorin sehr schnell und sehr effektiv geeignete Maßnahmen anordne, um Berlins Schulen zu einem sicheren Ort zu machen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. November 2019 08:45 Uhr

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