Senatsinnenverwaltung: Wir sind für Cyberangriffe gewappnet

Senatsinnenverwaltung: Wir sind für Cyberangriffe gewappnet

Trotz regelmäßiger und immer raffinierterer Cyberattacken ist die Berliner Verwaltung solchen Angriffen nach Einschätzung der Senatsverwaltung für Inneres nicht schutzlos ausgeliefert. «Wir können Cyberangriffe auf die IT-Infrastruktur der Verwaltung nicht verhindern, haben aber entsprechend Vorsorge getroffen», sagte die für Informationssicherheit zuständige Staatssekretärin Sabine Smentek am Donnerstag. Die Cyberattacken würden allerdings zunehmend komplexer und professioneller.

Ende September hatte das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) einen Virus im Computersystem des Kammergerichts bemerkt. Der Trojaner hatte zahlreiche Computer infiziert und wochenlang die Arbeit am Gericht erheblich eingeschränkt. Mehrere hundert Rechner sollen ausgetauscht werden. Versuche, in das Landes-Datennetz einzudringen, gebe es immer wieder, so die Senatsinnenverwaltung.
In der Regel seien solche Cyberattacken aber nicht erfolgreich: Allein 2018 habe das ITDZ etwa sieben Millionen versuchte Angriffe in unterschiedlichster Form abgewehrt, die meisten davon allerdings nicht in der Größenordnung des Kammergerichts-Virus. Außerdem wurden 31 Millionen Spam-Mails geblockt.
«Potenzielle Schadsoftware erreicht uns meist durch Anhänge in E-Mails, bei denen versucht wird, die technische Erkennung durch Schutzsysteme auf trickreiche Weise auszuhebeln», erklärte Smentek. «Wenn entsprechende Anhänge geöffnet werden, kann sich die Schadsoftware ausbreiten.» Die Beschäftigten der Berliner Verwaltung müssten deshalb auch künftig für den angemessenen Umgang mit der Technik sensibilisiert und fortgebildet werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. November 2019 16:36 Uhr

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