Unfallflucht und ohne Führerschein: 22-Jähriger im Gefängnis

Unfallflucht und ohne Führerschein: 22-Jähriger im Gefängnis

Weil er wiederholt ohne Fahrerlaubnis am Steuer saß und zweimal Unfallflucht beging, muss ein 22-Jähriger ins Gefängnis. Ein Jahr Haft hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten am Mittwoch gegen den geständigen Mann verhängt. Zudem erging eine Führerscheinsperre von 18 Monaten. Der Angeklagte war zuletzt im Oktober 2018 bei einer nächtlichen Fahrt mit seinem Auto im Stadtteil Spandau von der Fahrbahn abgekommen und mit Wucht gegen einen Lichtmast geprallt. Dieser wurde aus der Verankerung gerissen und meterweit auf die Fahrbahn geschleudert.

Der einschlägig vorbestrafte 22-Jährige stand unter Bewährung, als er im Juni und Oktober 2018 jeweils Unfälle mit Sachschäden verursachte. Bei der letzten Tat habe der Angeklagte ein «hochgefährliches Geschehen in Gang gesetzt», so der Staatsanwalt. Trümmer seien mehr als 30 Meter weit geflogen. Ein Wartehäuschen und ein Baum seien getroffen und beschädigt worden. Zum Glück seien keine Passanten unterwegs gewesen, hieß es im Urteil.
Der Angeklagte befindet sich seit Januar in Haft. Derzeit verbüßt er eine im August 2018 verhängte Jugendstrafe von einem Jahr und fünf Monaten. Mit der jetzigen Verurteilung unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht in zwei Fällen schloss sich das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts an. Der Verteidiger hatte auf eine «angemessene Strafe» plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. August 2019 14:10 Uhr

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