Mordprozess um Schülerin: Familienvater vor Gericht

Mordprozess um Schülerin: Familienvater vor Gericht

Am Landgericht in der Hauptstadt ist der Prozess um den mutmaßlichen Mord an der verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger fortgesetzt worden. Der zweite Verhandlungstag begann mit dem Verlesen der Anklage. Angeklagt ist ein 44-Jähriger. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln soll im September 2006 das damals 14-jährige Mädchen in einen Keller seiner Moabiter Wohnung gelockt, vergewaltigt und erwürgt haben. Die Leiche wurde nie gefunden. Das rätselhafte Verschwinden von Georgine war über Jahre einer der bekanntesten Vermisstenfälle in Deutschland.

Kriminalgericht Moabit

© dpa

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Sven Braun/Archivbild

Der erste Prozesstag wurde in der Vorwoche auf Antrag der Verteidigung nach wenigen Minuten vertagt. Diese hatte beanstandet, dass die Besetzung des Gerichts zu kurzfristig mitgeteilt worden sei.
Der Angeklagte, der in derselben Straße wie das Opfer wohnte, sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Bei der Polizei soll er laut Gericht die Vorwürfe bestritten haben.
Erst 2017 waren Kriminalisten durch verdeckte Ermittlungen und Funkzellenauswertungen auf den Verdächtigen gekommen. Der Familienvater war bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. August 2019 10:00 Uhr

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