63-Jähriger wegen Schmuggelgeschäften mit Heroin vor Gericht

63-Jähriger wegen Schmuggelgeschäften mit Heroin vor Gericht

Wegen der Organisation eines Schmuggels von 3,5 Kilogramm Heroin nach Berlin hat der Prozess gegen einen 63-Jährigen vor dem Landgericht begonnen. Der Mann soll das Rauschgift im Sommer 2018 in Belgien gekauft und dort in einem Auto verbaut haben. Für den Transport habe der Angeklagte dann in den Niederlanden zwei Kurierfahrer angeheuert, so der Staatsanwalt. Ob sich der 63-Jährige zu den Vorwürfen äußern wollte, blieb am Montag zu Verhandlungsbeginn zunächst offen.

Bronzestatue der Justitia

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Spätestens ab Juni 2018 habe sich der zuletzt in Amsterdam lebende 63-Jährige mit dem Schmuggel von Heroin befasst, heißt es in der Anklage. Regelmäßig sei er für die Anbahnung und Organisation der illegalen Geschäfte nach Deutschland gereist. Als zwei Kurierfahrer im August 2018 mit 3,5 Kilogramm Heroin nach Berlin unterwegs waren, habe er mit den Helfern in telefonischem Kontakt gestanden, um die Drogen in der Hauptstadt in Empfang zu nehmen. Dazu sei es aber nicht mehr gekommen, weil die Kuriere in Neukölln kurz vor der Übergabe festgenommen worden seien.
Gegen den Angeklagten war Anfang Januar 2019 Haftbefehl ergangen. Er sei drei Wochen später bei einem Grenzübertritt nach Deutschland festgenommen worden, hieß es im Prozess. Drei weitere Verfahren wegen Drogenhandels seien gegen den Mann anhängig. Insgesamt gehe es um fast zehn Kilogramm Heroin, hieß es am Rande der Verhandlung. Der Prozess wird am 8. August fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. August 2019 14:10 Uhr

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