Hertha-Fanmarsch sorgte für hohe Zahl verletzter Polizisten

Hertha-Fanmarsch sorgte für hohe Zahl verletzter Polizisten

Die hohe Zahl der von Fußballfans verletzten Berliner Polizisten in der vergangenen Saison ist vor allem auf ein Ereignis am letzten Bundesliga-Spieltag zurückgegangen. Bei einem sogenannten Fanmarsch von Hertha-BSC-Anhängern am 18. Mai wurden so viele Feuerwerkskörper gezündet, dass durch den Rauch 75 Polizisten verletzt wurden. Das berichtete der Sender RBB am Freitag, die Polizei bestätigte die Informationen.

Polizeibeamte

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Polizeibeamte. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild

Für das ganze Jahr ergab sich so die Zahl von 88 verletzten Polizisten - die zweithöchste Zahl der vergangenen zehn Jahre, wie aus einer Antwort des Senats Mitte Juni bekannt wurde. Darüber hatte auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
Bei anderen Spielen von Hertha BSC wurden in der vergangenen Saison weitere vier Polizisten von gewalttätigen Fans verletzt. Außerdem neun Polizisten im Zusammenhang mit Spielen des 1. FC Union Berlin. In den vergangenen Jahren lagen die Zahlen der verletzten Polizisten meistens zwischen 15 und 50.
Eine Ausnahme gab es allerdings 2014/2015, als 151 Polizisten verletzt wurden. Das lag laut dem RBB daran, dass damals noch die zweite Mannschaft von Union Berlin in der Regionalliga spielte und es zwei brisante Lokalderbys gegen den BFC Dynamo gab, bei denen es zu Gewaltausbrüchen kam. Die Polizei stuft insgesamt 1169 Berliner Fußballfans als potenziell gewalttätig ein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. Juni 2019 17:20 Uhr

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