Lebensgefährtin erstochen: Gefängnisstrafe für 78-Jährigen

Lebensgefährtin erstochen: Gefängnisstrafe für 78-Jährigen

Ein 78-jähriger Rentner ist wegen Tötung seiner Lebensgefährtin in einer Wohnung in Spandau zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Richterhammer

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Der Angeklagte habe die 77 Jahre alte Geschädigte im November 2018 mit einem Küchenmesser angegriffen und tödlich verletzt, begründete das Landgericht am Freitag. Die Richter gingen von einem Totschlag im Affekt aus. Weil sich die Geschädigte trennen wollte, habe er seine sicher geglaubte Perspektive zerstört gesehen. Die Frau starb noch am Tatort.
Der frühere Feuerwehrmann habe nach etwa zwölf gemeinsamen Jahren in der Angst gehandelt, «er würde vor dem Nichts stehen», hieß es weiter im Urteil. Kurz vor der Tat sei klar geworden, dass er ausziehen sollte. Zudem habe er die Geschädigte verdächtigt, ihn um seine Ersparnisse gebracht zu haben.
Der 78-Jährige, der auf einen Rollator und ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, hatte sich im Prozess auf fehlende Erinnerungen berufen. Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Anklage. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Antrag gestellt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. Mai 2019 14:10 Uhr

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