Schleuserbande in Berlin angeklagt

Schleuserbande in Berlin angeklagt

Pro Aufenthaltstitel sollen sie mehrere Tausend Euro bekommen haben: Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen vier Personen erhoben, die Nicht-EU-Bürger illegal nach Berlin geschleust haben sollen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Staatsanwaltschaft Berlin"

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Die drei Männer im Alter von 51, 41 und 63 Jahren sowie eine 51-jährige Frau sollen zwischen Juli 2017 und November 2018 insgesamt 40 Ausländern mit gefälschten Dokumenten Aufenthaltsrechte in Deutschland verschafft haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Donnerstag (09. Mai 2019) mitteilte.

Urkundenfälschung und versuchte Bestechung

Dafür soll die Gruppe serbische, dänische und polnische Heiratsurkunden gefälscht oder in Dänemark Eheschließungen mit EU-Bürgern organisiert haben. Außerdem hat die Bande den Angaben zufolge Arbeitsbescheinigungen, Gehaltsabrechnungen und Meldebescheinigungen gefälscht. In zwei Fällen versuchte einer der Angeklagten demnach einen Bezirksamtsmitarbeiter mit einem 100-Euro-Schein zu bestechen, was dieser jedoch ablehnte.

6000 bis 16 000 Euro pro Aufenthaltstitel

Einer der Männer soll in seiner Funktion als mandatierter Rechtsanwalt mit den gefälschten Bescheinigungen bei der Ausländerbehörde Berlin Aufenthaltstitel beantragt haben. Für die Vermittlung eines Bleiberechts sollen die Beschuldigten Summen von 6000 bis 16 000 Euro erhalten haben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 9. Mai 2019 15:39 Uhr

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