Brandserie in Berlin: Bewährungsstrafe für 39-Jährigen

Brandserie in Berlin: Bewährungsstrafe für 39-Jährigen

Weil er aus Frust 17 Brände in Hellersdorf verursacht hat, ist ein 39-Jähriger zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Angeklagten am Dienstag (07. Mai 2019) der Sachbeschädigung und der gemeinschädlichen Sachbeschädigung schuldig. Zudem habe er 65, in Deutschland nicht zugelassene Knallkörper besessen und so gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen, hieß es im Urteil.
Der Gebäudereiniger hatte in der Zeit von März bis August 2018 auf Streifzügen durch sein Wohnumfeld Müllcontainer, Leuchtziffern an Häusern sowie Beleuchtungskörper und Informationstafeln auf dem U- und S-Bahnhof Wuhletal angezündet. In einem Fall griffen die Flammen auf zwei Fahrzeuge über. Insgesamt sei ein Sachschaden von mehr als 20 000 Euro entstanden.
Der Angeklagte hatte gestanden und erklärt, er habe sich damals in einer schwierigen Situation befunden. «Ich hatte meinen Job verloren und deshalb auch finanzielle Sorgen.» Bei den Taten sei er erheblich alkoholisiert gewesen. «Ich habe dann mein Feuerzeug an Mülltonnen oder Lampen gehalten.» Über mögliche größere Gefahren habe er «nicht weiter nachgedacht». Inzwischen habe er wieder Arbeit.
Das Urteil entsprach dem Antrag der Staatsanwältin. Der Verteidiger hatte keinen konkreten Antrag gestellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Mai 2019 16:06 Uhr

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