Drohmails: Staatsanwaltschaft vermutet mehrere Täter

Drohmails: Staatsanwaltschaft vermutet mehrere Täter

Nach der Verhaftung eines Tatverdächtigen im Fall bundesweit verschickter Mails mit rechtsextremistischem Inhalt geht die Berliner Staatsanwaltschaft jetzt von mindestens einem zweiten Verdächtigen aus.

Staatsanwaltschaft Berlin

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Das sagte Sprecher Martin Steltner der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (09. April 2019) unter Bezug auf eine neue Drohmail, die sich gegen die Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers richtet und von einem sogenannten «Staatsstreichorchester» kommen soll. «Diese Mail ist uns bekannt, wir nehmen sie sehr ernst und gehen dem mit Hochdruck nach.»
Der Berliner Sender RBB hatte mitgeteilt, dass die Mail dem ARD-Magazin «Kontraste» vorliege. «Sie möchten sicher nicht, dass eines Tages Frau Generalstaatsanwältin Margarete Koppers etwas zustößt, oder?» zitierte der RBB daraus. Die angebliche Gruppe «Staatsstreichorchester» fordere darin 100 Millionen Euro in der Kryptowährung «Monero». Anderenfalls werde eine neue Terrorgruppe entstehen.
«Wir werden alles daran setzen, dass es bald wieder Pogrome in diesem Land gibt und dass sich kein Jude, Moslem (...) oder auch linke Journalisten und Politiker sicher fühlen», heißt es demnach in dem Schreiben.
Das «Staatsstreichorchester» sei aus anderen Mails bekannt, sagte Sprecher Steltner der dpa. Ob es einen Zusammenhang zwischen der möglichen Gruppierung und dem Tatverdächtigen gebe, der seit Samstag in Schleswig-Holstein in Untersuchungshaft sitzt, sei Gegenstand der Ermittlungen. Für diese hat Berlin die Federführung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. April 2019 12:59 Uhr

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