Geldautomaten in Berlin gesprengt: Zwei Angeklagte gestehen

Geldautomaten in Berlin gesprengt: Zwei Angeklagte gestehen

Nach mehreren Angriffen auf Geldautomaten in Berlin haben zwei Angeklagte vor dem Landgericht gestanden.

Landgericht Moabit

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In zwei Fällen hätten sie ein Gasgemisch in das Gerät eingeleitet und eine Explosion verursacht, gaben die Männer im Alter von 62 und 35 Jahren zu Beginn des Prozesses am Freitag (05. April 2019) zu. Erbeutet hätten sie bei diesen Taten allerdings nur 540 Euro. Zudem hätten sie einen Einzahlungsautomaten aufgehebelt und Münzgeld in Höhe von 705,52 Euro erlangt.
Die beiden mehrfach vorbestraften Angeklagten waren Freigänger einer Berliner Strafanstalt, als es zu der ersten Tat im Februar 2018 kam. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Täter insgesamt rund 22 000 Euro erbeuteten. Durch die Sprengung sei ein Sachschaden von 13 000 Euro entstanden. Bei den beiden weiteren Taten seien Schäden von jeweils rund 10 000 Euro verursacht worden.
Der 35-Jährige sagte, er und der Mittäter seien keine professionellen «Automatenknacker». Im Gefängnis seien sie auf die Idee gekommen. «Wir haben es beide gemacht, da hat keiner den anderen überredet.» Bei der ersten Tat hätten nach der Explosion «ein paar Scheine rumgelegen, die aber mit roter Farbe beschmiert waren».
Bei der dritten Tat im August 2018 in Charlottenburg wurden die beiden Männer auf frischer Tat ertappt und befinden sich seitdem im Gefängnis. Den Angeklagten wurden zunächst zwei weitere Taten in Brandenburg zur Last gelegt. Die Prozessbeteiligten einigten sich nun aber auf eine Einstellung dieser beiden Fälle. Der Prozess wird am 12. April fortgesetzt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. April 2019 15:10 Uhr

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