Gedenken an erschossenen Burak B.: Täter nicht gefasst

Gedenken an erschossenen Burak B.: Täter nicht gefasst

Vor sieben Jahren wurde in Berlin-Neukölln Burak B. erschossen. Der Täter ist bis heute nicht gefasst. An diesem Sonntag (14.00 Uhr) erinnern Angehörige, Freunde und eine Initiative an den Tod des 22-Jährigen. Er starb am Abend des 5. April 2012.

Denkmal für Burak B.

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Denkmal für den ermordeten Burak B. in Berlin-Neukölln. Foto: Britta Pedersen/Archivbild

Die Initiative forderte in einer Mitteilung am Montag erneut Aufklärung. Sie vermutete, dass es keine ernsthaften Ermittlungen gebe. Befürchtet wurde auch mit Blick auf andere Anschläge in Neukölln, dass Täter straflos agieren könnten und somit ermutigt würden, weiterzumachen.
Gefordert wurde ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Die Initiative ist der Ansicht, dass eventuell rechtsradikale Tatmotive zu wenig berücksichtigt worden seien. Laut Staatsanwaltschaft wird im Fall Burak B. nach wie vor ermittelt, es gebe bislang aber keine Ergebnisse.
Der bislang unbekannte Täter hatte damals an dem Abend unvermittelt mehrmals auf eine Gruppe junger Männer gefeuert, zu der auch das Opfer gehörte. Zwei weitere Männer wurden schwer verletzt.
Vor einem Jahr hatte die Initiative ein Denkmal für Burak B. an dem Tatort an der Rudower Straße enthüllt. Dafür waren rund 40 000 Euro an Spenden zusammengetragen worden. Die fast zwei Meter hohe Skulptur trägt den Namen «Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. April 2019 16:00 Uhr

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