Nach Massenschlägerei auf dem Alex: Polizeigewerkschaft warnt

Nach Massenschlägerei auf dem Alex: Polizeigewerkschaft warnt

Nach der Massenschlägerei am Alexanderplatz hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Internetszene vor riskanten Aktionen gewarnt, um die eigene Bekanntheit zu steigern.

Das Logo der GdP auf einem Auto

© dpa

Das Logo der Gewerkschaft der Polizei.

«Wir sehen in der Rapperszene und zunehmend auch bei anderen Influencern, dass sie teilweise sehr fahrlässig mit ihrem Einfluss umgehen und es scheinbar Mode wird, ganz bewusst Pulverfässer aufzumachen, um mehr Follower, Abonnenten und Klicks zu generieren», sagte GdP-Landeschef Norbert Cioma am 22. März 2019. Bei der Massenschlägerei könnte nach Medienberichten ein Streit zwischen rivalisierenden YouTubern der Hintergrund sein. Sie sollen sich zu der Prügelei verabredet haben. Die Polizei bestätigte das jedoch nicht.

Polizei nahm neun Menschen vorläufig fest

Es gebe Sinnvolleres als seinen Bekanntheitsgrad dafür zu nutzen, jungen Gewaltbereiten eine geeignete Plattform in der Öffentlichkeit zu bieten und mit voller Absicht das Risiko einzugehen, dass die Lage eskaliert, sagte Cioma am Freitagmorgen. Nach einem Aufruf in sozialen Medien hatten sich auf dem Alexanderplatz am frühen Donnerstagabend rund 400 Menschen versammelt. Später gerieten etwa 50 von ihnen in Streit, wie die Polizei mitteilte. Sie gingen mit Faustschlägen, Fußtritten und Pfefferspray aufeinander los. Die Polizei ging mit Reizgas dazwischen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. März 2019 09:39 Uhr

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