Angriffe in der Berliner U-Bahn: Täter gesucht

Angriffe in der Berliner U-Bahn: Täter gesucht

An einem U-Bahnsteig wird ein Mann ins Gleisbett geschubst, in einer U-Bahn werden fast zur gleichen Zeit vier junge Männer angegriffen. Die Täter sind noch nicht gefasst.

Polizei-Westen

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Nach mehreren Angriffen auf verschiedene Männer in der Berliner U-Bahn sucht die Berliner Polizei die Täter. Vier junge Männer waren in einer U-Bahn der Linie U5 in Lichtenberg von zwei Unbekannten geschlagen und verletzt worden. Der Angriff auf die 20-Jährigen geschah nach deren Angaben am Samstagmorgen (16. März 2019) zwischen den Stationen Friedrichsfelde und Magdalenenstraße.
Die beiden Angreifer schlugen demnach im Zug mit Fäusten zu und traten auf sie ein. Am Bahnhof Frankfurter Allee alarmierten die Vier die Polizei. «Wir hoffen, aus Videoaufnahmen der U-Bahn weitere Erkenntnisse zu dem Fall zu bekommen», sagte eine Polizeisprecherin.

Angreifer half Mann aus dem Gleisbett und floh

In der Station Boddinstraße hatte am Samstagmorgen ein Unbekannter einen 34-Jährigen erst angerempelt und dann geschubst, wie die Polizei mitteilte. Dadurch fiel der Mann ins Gleisbett und wurde schwer verletzt. Der Angreifer half ihm zurück auf den Bahnsteig und verließ dann den U-Bahnhof. Der 34-Jährige kam mit einem gebrochenen Halswirbel in ein Krankenhaus.

Wechselseitige Körperverletzungen in Bus

Ebenfalls am frühen Samstagmorgen hatte es einen Streit zwischen zwei Gruppen junger Männer in einem Berliner Linienbus gegeben, bei dem ein 18-Jähriger verletzt wurde. Zu dem Zwist im Oberdeck der Linie M46 kam es nach Angaben einiger Beteiligter, weil die andere Gruppe laute Musik abspielte und rauchte, wie die Polizei mitteilte. «Es kam zu wechselseitigen Körperverletzungen», heißt es weiter in der Polizei-Mitteilung. Die Streithähne wurden am Hildegard-Knef-Platz am Bahnhof Südkreuz von den alarmierten Beamten in Empfang nahm.
Gewalttaten im öffentlichen Berliner Nahverkehr haben schon öfter bundesweit für Empörung gesorgt. So hatte zum Beispiel ein inzwischen verurteilter Täter 2016 im U-Bahnhof Hermannstraße eine junge Frau mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Treppe hinuntergestürzt.

5366 Straftaten im Berliner Bus- und Bahnverkehr 2018

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Gewalttaten im Berliner Bus- und Bahnverkehr nach Angaben der Polizei um 1,1 Prozent zurück. 2018 wurden demnach 5366 Straftaten aus den Bereichen Körperverletzung, Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung, Raub und Sexualdelikte gezählt - 57 weniger als im Vorjahr. Die Auswertung im Rahmen der Polizeikriminalstatistik berücksichtigt sowohl Zahlen der Berliner Polizei als auch der Bundespolizei.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 18. März 2019 08:34 Uhr

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