Polizisten überwältigen Messerangreifer per Elektro-Taser

Polizisten überwältigen Messerangreifer per Elektro-Taser

Weil er seine Lebensgefährtin attackiert haben soll, haben Berliner Polizisten einen Messerangreifer mit einer Elektroschock-Pistole außer Gefecht gesetzt.

Ein Taser

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Trotz entsprechender Aufforderung habe der Mann seine zwei Messer in der Wohnung in der Kreuzberger Adalbertstraße nicht abgelegt, teilte die Polizei am Dienstag (12. März 2019) mit. «Als der 34-Jährige die Hand mit einem Messer hob, löste ein Beamter den Taser aus», hieß es.

Angreifer wurde ins Krankenhaus gebracht

Der 34-Jährige wurde am Montagmittag vorübergehend festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht - dort wurde er laut Angaben wegen seines psychischen Zustandes weiter beobachtet. Seiner 30 Jahre alten Lebensgefährtin soll er eine Schnittverletzung am Oberschenkel zugefügt haben. Sie wurde in einer Klinik behandelt. Die Polizei stuft den Vorfall als häusliche Gewalt ein.

Fachkommissariat prüft Zulässigkeit des Taser-Einsatzes

Die mit dem Taser ausgestatteten Beamten wurden laut Angaben extra für den Einsatz angefordert. Zunächst hatten deren Kollegen dem Angreifer den Schusswaffen-Einsatz angedroht. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes prüft nun, ob der Taser-Einsatz zulässig war.

Streifenpolizisten haben Taser seit 2017 im Probelauf

Einige Streifenpolizisten in Teilen von Kreuzberg und Mitte testen die Geräte seit Februar 2017 in einem Probelauf. Sie sollen diese einsetzen können, um in bestimmten Situationen den Griff zur Pistole zu vermeiden. Angreifer werden mit dem Taser kurzzeitig außer Gefecht gesetzt, aber nicht ernsthaft verletzt. Bislang sind in Berlin Einzelfälle bekannt, in denen Streifenpolizisten die Geräte nutzten, etwa um Selbsttötungen zu verhindern.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. März 2019 08:22 Uhr

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