Nach U-Bahnhof-Attacke Verfahren gegen Männer eingestellt

Nach U-Bahnhof-Attacke Verfahren gegen Männer eingestellt

Zwei Jahre nach einer Attacke auf einen jungen Mann auf dem U-Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen ist das Verfahren gegen drei 18- bis 22-Jährige eingestellt worden. Das Gericht sehe keine Anhaltspunkte für den in der Anklage erhobenen Vorwurf des Raubes einer Sporttasche, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch nach mehrstündigem Prozess seine Entscheidung.

Landgericht Berlin

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Ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Berlin" am Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Foto: Sven Braun/Archiv

Hintergrund des Verfahrens war ein Angriff auf einen 23 Jahre alten Mann im Februar 2017 durch eine etwa siebenköpfige Gruppe. Weil der Libanese an seiner Halskette ein schiitisches Glaubenssymbol trug, sei er von einem bislang unbekannten Tatbeteiligten beschimpft und durch einen weiteren Angreifer zu Boden geschubst worden, hieß es in der Anklage. Als er zu seinem Schutz Pfefferspray einsetzte, sei er verfolgt worden und aus Angst ins Gleisbett der U-Bahn gesprungen. Seine Tasche sei entwendet worden.
Die drei Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Sie hätten dem 23-Jährigen vielmehr helfen wollen, erklärten sie. Andere junge Männer hätten den Geschädigten nach einem Streit wegen seiner Kette attackiert. Die ihnen unbekannten Angreifer hätten wie sie Arabisch gesprochen. Zur Einstellung des Verfahrens kam es schließlich nach einem Rechtsgespräch aller Prozessbeteiligten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Februar 2019 14:20 Uhr

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