Weniger Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte

Weniger Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte

Der zuletzt rückläufige Trend bei den Angriffen auf Berliner Flüchtlingsunterkünfte setzt sich in diesem Jahr fort.

Flüchtlingsunterkunft

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Brandschäden sind an einem Flüchtlingsheim in Berlin zu sehen.

Von Januar bis September zählte die Polizei 12 derartige Attacken, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Vorjahreszeitraum gab es demnach 25 Angriffe, also mehr als doppelt so viele. Alle Attacken in diesem Jahr gingen laut Polizei auf rechtsmotivierte Täter zurück. Der Rückgang dürfte mit der sinkenden Zahl von Asylbewerbern und der in dem Zusammenhang weniger aufgeheizten Stimmung zusammenhängen.
2016, als der Andrang von Flüchtlingen besonders groß war, zählten die Behörden in Berlin 46 Attacken gegen deren Unterkünfte. Für 2017 gibt es zwei unterschiedliche Zahlen: Während die im März 2018 veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik 22 Fälle auswies, wurde in einer kurz darauf veröffentlichten Senatsantwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linken die Zahl 26 genannt. Solche Veränderungen bei den Zahlen sind durchaus möglich, etwa wenn Fälle erst nach Statistikschluss gemeldet werden oder sich die Einschätzung zu den Vorkommnissen zum Beispiel im Lichte von Gerichtsurteilen ändert.
Bei den Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte kann es sich etwa um Schmierereien, andere Sachbeschädigungen, Steinwürfe oder Gewalt gegen Bewohner handeln. Auch bundesweit ging die Zahl der Angriffe in den ersten neun Monaten zurück, wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» in der Vorwoche unter Berufung auf Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) berichtet hatte.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Oktober 2018 08:21 Uhr

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