Überfall auf Tankstelle: Geständnis im Prozess angekündigt

Überfall auf Tankstelle: Geständnis im Prozess angekündigt

Nach dem Überfall auf eine Tankstelle in Berlin-Spandau hat einer der beiden Angeklagten vor dem Landgericht ein Geständnis angekündigt. Bei der Raubtat vor sechs Monaten wurden Angestellte mit einer Machete bedroht. Die beiden 22-jährigen Angeklagten sollen die Herausgabe der Tageseinnahmen erpresst haben. Sie hätten etwa 750 Euro Bargeld und mehr als 200 Packungen Zigaretten erbeutet, heißt es in der am Freitag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. Einer der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag aussagen und seinen Tatbeitrag zugeben.

Kriminalgericht Moabit

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Das neubarocke Gebäude vom Kriminalgericht Moabit. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Die beiden 22-Jährigen sollen in einem Auto zum Tatort gefahren sein. Mit Sturmhauben maskiert hätten sie im März 2018 die Tankstelle betreten. Wegen Ermittlungen im Zusammenhang mit einer Serie von Raubüberfällen seien aber Polizisten vor Ort gewesen sein, sagte der Staatsanwalt. Obwohl Beamte das Fahrzeug der mutmaßlichen Täter bereits umstellt hatten, habe sich einer der Angeklagten in sein Auto gesetzt und Gas gegeben.
Der 22-Jährige, der keine Fahrerlaubnis habe, soll laut Anklage davongerast sein. Teilweise sei er dabei auf dem Gehweg gefahren. Zwei Passanten hätten beiseite springen müssen, um nicht erfasst zu werden. Der Mann sei schließlich gegen einen Baum gefahren und zu Fuß geflohen. Ob sich der mutmaßliche Fahrer zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen. Der Prozess wird am 8. Oktober fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. September 2018 15:20 Uhr

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