Revision zu Urteil nach Messerattacke auf eigene Familie

Revision zu Urteil nach Messerattacke auf eigene Familie

Die Verurteilung eines Mannes wegen einer Messerattacke auf seine eigene Familie im Spreewald wird nicht rechtskräftig. Der Verteidiger legte für den Angeklagten Revision ein, wie das Landgericht Cottbus mitteilte.

Strafprozessordnung

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Die Richter hatten den 30-Jährigen in der vergangenen Woche wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die Verteidigung hatte in ihrem Plädoyer eine Bewährungsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert.
Der 30-Jährige gab im Prozess zu, vor fünf Jahren mit einem Messer auf seine Mutter, seinen Stiefvater und seinen Halbbruder im Wohnhaus der Eltern in Werben (Spree-Neiße) losgegangen zu sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sie töten und danach sich selbst umbringen wollte. Alle überlebten. Dem Ganzen soll ein Streit zwischen den Eheleuten vorausgegangen sein. Ein Gutachter betonte im Prozess, dass eine verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit vorliege. Das Ganze sei eine Affekttat gewesen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. August 2018 16:46 Uhr

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