80 antisemitische Straftaten in Berlin gemeldet

80 antisemitische Straftaten in Berlin gemeldet

In Berlin sind im ersten Halbjahr bundesweit die meisten antisemitischen Straftaten gemeldet worden.

Polizei-Westen

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Es waren 80 Fälle, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die quartalsweise Abfrage der Linken-Abgeordneten Petra Pau hervorgeht. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» (8. August) berichtet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es laut Statistik 77 solcher Taten.
Laut Statistik waren von den 80 Delikten dieses Jahres vier Gewalttaten. Insgesamt konnten in der Hauptstadt in den ersten sechs Monaten des Jahres 23 Verdächtige ermittelt werden.
Bundesweit hat die Zahl gemeldeter antisemitischer Taten im ersten Halbjahr deutlich zugenommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg sie von 362 auf 401 - ein Anstieg um 10,7 Prozent. Die Zahlen sind vorläufig, weil noch Taten nachgemeldet werden könnten.
Der Anstieg wird maßgeblich durch eine Zunahme rechts motivierter Täter verursacht. Sie verübten 349 Taten (erstes Halbjahr 2017: 334).
In Berlin wurden im ersten Halbjahr 62 Taten dem rechten Spektrum zugeordnet, während in den ersten sechs Monaten des Vorjahres 67 rechts motivierte Taten gemeldet wurden.
In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU betonte die Senatsverwaltung für Justiz, der Senat verurteile jegliche Form von Übergriffen gegen Bürger und Gäste der Hauptstadt. Der Schutz vor Hasskriminalität sei dem Senat ein wichtiges Anliegen.
Nach Berlin gab es laut der Statistik die meisten antisemitischen Straftaten in Bayern (43) sowie in Niedersachsen (41).
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. August 2018 14:08 Uhr

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