Solidaritäts-Prozession: «Potsdam trägt Kippa»

Solidaritäts-Prozession: «Potsdam trägt Kippa»

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli und seinen Begleiter in Berlin wollen christliche und jüdische Gemeinden ein Zeichen der Solidarität setzen. Unter dem Motto «Potsdam trägt Kippa» laden die evangelische Nagelkreuzgemeinde, die jüdische Gemeinde und die Synagogengemeinde am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr) zu Friedensgebeten vor dem jüdischen Gemeindehaus ein, wie Pfarrerin Cornelia Radeke-Ernst am Montag mitteilte. Anschließend wollen die Teilnehmer in einer Prozession durch die Innenstadt zum Brandenburger Tor ziehen.

Der 21-jährige Israeli und sein Freund waren am Dienstagabend in Berlin unterwegs. Die beiden trugen die traditionelle jüdische Kopfbedeckung Kippa. Auf der Straße wurden sie von drei arabisch sprechenden Männern antisemitisch beschimpft. Einer der Männer schlug mit einem Gürtel auf den 21-Jährigen ein und versuchte, ihn mit einer Flasche zu schlagen. Der Angriff hatte empörte Reaktionen von Politikern und Vertretern verschiedener Institutionen ausgelöst.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. April 2018 17:40 Uhr

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