Hubschrauberabsturz: Vorwürfe gegen Piloten zurückgewiesen

Hubschrauberabsturz: Vorwürfe gegen Piloten zurückgewiesen

Fünf Jahre nach einem tödlichen Hubschrauberabsturz am Berliner Olympiastadion hat der Anwalt des angeklagten Piloten der Bundespolizei die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Unfall sei für den 58-Jährigen unvermeidbar gewesen, erklärte der Verteidiger am Montag zu Prozessbeginn vor dem Amtsgericht Tiergarten. Bei der Kollision zweier Hubschrauber war ein 40 Jahre alter Pilot noch am Unfallort gestorben. Weitere Menschen wurden bei dem Unglück im März 2013 durch umherfliegende Metallteile zum Teil schwer verletzt.

Justitia

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Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv

Gegen den 58-Jährigen war im Oktober 2017 ein Strafbefehl über 9000 Euro (90 Tagessätze à 100 Euro) wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ergangen. Dagegen hat der Beamte Einspruch eingelegt. Am jetzigen Prozess nimmt er nicht persönlich teil. Laut Anklage soll der Pilot den während der Landung seines Hubschraubers herrschenden Schneefall sowie die eingeschränkte Sicht trotz seiner langjährigen Erfahrung unterschätzt und einen bereits gelandeten Helikopter gerammt haben. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. April 2018 13:30 Uhr

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