Brandstiftung? Feuer neben zwei Obdachlosen im S-Bahnhof Neukölln

Brandstiftung? Feuer neben zwei Obdachlosen im S-Bahnhof Neukölln

In der Nähe von zwei Obdachlosen ist im S-Bahnhof Neukölln ein Schlafsack vermutlich angezündet worden. Die beiden Männer wurden nicht verletzt, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Dienstag sagte.

Ein Blaulicht der Polizei

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Ein Blaulicht der Polizei.

Einer der beiden habe den brennenden Schlafsack in der Nacht noch nach draußen gezerrt, wo Feuerwehrleute die Flammen löschten. Zuvor hatte die «Berliner Zeitung» berichtet.

Ursache des Brands war vermutlich ein Streit

Zunächst soll es laut Polizei zu einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen einem Unbekannten und den beiden Obdachlosen gekommen sein. Der Mann soll sie aufgefordert haben, ihren Schlafplatz in der Vorhalle des Bahnhofs Neukölln zu verlassen, bevor er ging.

Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

Eine Viertelstunde später hätten dann der Schlafsack und eine Jacke fünf, sechs Meter entfernt von den beiden Männern gebrannt. Ob der Unbekannte zurückkam und das Feuer legte, war zunächst unklar. Ermittlungen wegen Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen seien eingeleitet worden.

2016 wurde schlafender Obdachloser durch Feuer gefährdet

Am Weihnachtsabend 2016 gab es eine direkte Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen im U-Bahnhof Schönleinstraße. Das Landgericht verurteilte deshalb im Vorjahr einen jungen Mann wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Haft von zwei Jahren und neun Monaten. Sechs Mitangeklagte bekamen Arrest oder Bewährungsstrafen.

Staatsanwaltschaft fordert Urteil zu versuchtem Mord

Die Staatsanwaltschaft hat Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Sie will ein Urteil wegen versuchten Mordes erreichen. Fahrgäste hatten die Flammen gelöscht, der ahnungslose Mann blieb unverletzt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Februar 2018 13:08 Uhr

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