Booster-Impfungen in Berlin nach fünf Monaten möglich

Booster-Impfungen in Berlin nach fünf Monaten möglich

In Berlin kann der Corona-Impfschutz künftig schon fünf Monate nach der letzten Impfung aufgefrischt werden. Bisher galt eine sechs-Monats-Frist.

Corona-Impfung

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«Die Auffrischungsimpfungen sind in dieser kritischen Phase der Pandemie von hoher Bedeutung», teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwochabend (17. November 2021) mit. Bislang seien in Berlin 292.000 Boosterimpfungen verabreicht worden. Ab diesem Donnerstag seien Auffrischimpfungen in den landeseigenen Impfzentren und Impfstellen mindestens fünf Monate nach der vollständigen Impfung möglich.

Andrang für Boosterimpfungen mittlerweile sehr groß

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Burkhard Ruppert, warb vorsorglich um Geduld. «Boostern für alle Impfwilligen» sei nicht von heute auf morgen möglich, wurde er in der Mitteilung zitiert. In den Praxen sei der Andrang mittlerweile sehr groß und es würden immer mehr Boosterimpfungen durchgeführt. «Wir erwarten, gegebenenfalls auch durch veränderte Stiko-Empfehlungen, in den nächsten Wochen eine große Welle an Impfwilligen, die wir versuchen, so schnell wie möglich abzuarbeiten.»
Das Interesse der Impfwilligen habe in den vergangenen Tagen stark zugenommen und werde erwartungsgemäß weiter zunehmen, schrieb die Senatsverwaltung. «Die Berliner Praxen, Impfzentren und Mobilen Impfteams bieten seit Anfang September Auffrischimpfungen an und stellen sich mit ihren Kapazitäten auf das veränderte Interesse ein.»

Stiko empfiehlt Booster für alle Personen ab 18

Die Ständige Impfkommission (Stiko) weitet ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen massiv aus. «Ab sofort empfiehlt die Stiko allen Personen ab 18 Jahren die Covid-19-Auffrischimpfung», teilte das Gremium am 18. November 2021 mit. Bislang galt die Empfehlung zur Auffrischungsimpfung unter anderem für Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit Immunschwäche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Die Stiko bekräftigte am Donnerstag, dass diese Gruppen bevorzugt das Angebot zum Booster erhalten sollten. Geraten wird, dass unabhängig vom bisher verwendeten Impfstoff mit einem mRNA-Präparat aufgefrischt wird. «Auch bisher Nicht-Geimpfte sollen vordringlich geimpft werden», betont die Stiko.
Aus vielen Teilen Deutschlands, auch aus Berlin, gab es zuletzt Berichte, dass Impfzentren oder manche niedergelassenen Ärzte Impfwillige abwiesen, weil deren letzte Impfung noch nicht sechs Monate zurücklag.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. November 2021 12:13 Uhr

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