Halloween in Berlin: Party und verstärkte Polizei-Präsenz

Halloween in Berlin: Party und verstärkte Polizei-Präsenz

Nach Randale und Übergriffen in der Vergangenheit will die Berliner Polizei ihre Präsenz in der Halloween-Nacht (31. Oktober) erhöhen. Aufgrund der Erfahrungen aus den Vorjahren sei dies in Schöneberg im Bereich Potsdamer-/Pallas- und Goebenstraße sowie im Bereich Gesundbrunnen geplant, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz auf Anfrage mitteilte. Insbesondere dort war es vor der Corona-Pandemie zu Randalen gekommen.

Halloween-Grusel-Party in Berlin

© dpa

Feiernde haben sich für eine Halloween-Grusel-Party verkleidet.

Konkrete Hinweise zu Aktivitäten in der Halloween-Nacht lägen der Behörde nicht vor, so der Sprecher. Erfahrungsgemäß werde die Polizei aber im Zusammenhang mit Halloween-Feierlichkeiten vermehrt zu Einsätzen gerufen. «Dabei stehen oft Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Ruhestörungen bei Partys im Vordergrund», so der Sprecher. Die Polizei will mit vielen Streifen in der ganzen Stadt unterwegs sein.
Eine Polizeisprecherin mahnte am Sonntag: «Der Spaß sollte nur so weit gehen, dass man sich selbst und andere nicht gefährdet.» Nicht alle Menschen hätten ein starkes Nervenkostüm. So könne ein Böller, der einem älteren Menschen oder einem Kind vor die Füße geworfen werde, deren Gesundheit gefährden.
In der Nacht zum Sonntag hatten Dutzende Helfer von Feuerwehr und Polizei nach einer Frau gesucht, die bei einer Halloween-Party über Bord gegangen ist. Etwa 40 bis 45 Gäste hätten in der Nacht zum Sonntag auf einem Boot in Berlin-Oberschöneweide (Treptow-Köpenick) gefeiert, als die 37-Jährige plötzlich fehlte, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Mit Booten und einem Hubschrauber wurde auf und an der Spree nach der Frau gesucht. «Das war leider alles nicht erfolgreich», so die Sprecherin. Gegen 1.00 Uhr dann die erlösende Nachricht: Die Gesuchte meldete sich laut Polizei auf dem Handy eines Partygastes. Sie hatte selbst ans Ufer schwimmen können.
Auch in zahlreichen Clubs der Stadt wurde bereits ausgelassen gefeiert. Auf dem Gelände der Kulturbrauerei stieg nach Angaben des Veranstalters die erste große Party seit dem Lockdwown in der Corona-Pandemie. Knapp 5000 Gäste hätten bis morgens um 8.00 Uhr getanzt. Bei den Veranstaltung galt die 2G-Regel, nach der die Gäste genesen oder geimpft sein müssen. Im Metropol Theater gab es ebenfalls eine Halloween-Party, bei der laut Veranstalter etwa 1400 Gäste bis in den frühen Morgen tanzten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. Oktober 2021 17:25 Uhr

Weitere Meldungen