BFV-Boss: Papenburgs Dreisäulenmodell «nicht umsetzbar»

BFV-Boss: Papenburgs Dreisäulenmodell «nicht umsetzbar»

Der langjährige Amtsinhaber Bernd Schultz hat das Programm seiner Herausforderin Gaby Papenburg zur Wahl der BFV-Präsidentin oder des BFV-Präsidenten als «eine Mischung aus unrealistischen Terminvorgaben und inhaltlichen Dingen, vor denen man nur warnen kann» bezeichnet. In einem Interview der beiden Bewerber im «Tagesspiegel» (Freitag) sagte Schutz, dass er das Dreisäulenmodell seiner Gegenkandidatin für «nicht umsetzbar» halte.

Bernd Schultz

© dpa

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußballverbandes.

«Der Verband soll aufgeteilt werden in einen gemeinnützigen Spielbetriebsteil, eine Stiftung und eine GmbH für wirtschaftliche Aktivitäten», erklärte Schultz: «Es gäbe Aufsichtsgremien, in denen die Vereine künftig keine Rolle mehr spielen würden. Das sollte man den Vereinen im Vorfeld deutlich sagen.» Schultz, 63 Jahre alt, führt den Verband seit 2004.
Die zwei Jahre jüngere Papenburg will den Posten und verwies darauf, dass das Dreisäulenmodell seit 20 Jahren erfolgreich vom Bayrischen Verband praktiziert werde. «Ich sehe überhaupt nicht, warum das ein Problemfall sein soll, zumal der BFV als alleiniger Gesellschafter alle Rechte behält», betonte die ehemalige TV-Moderatorin, die als erste Frau einen Landesverband anführen könnte.
Der BFV wolle bis 2025 der modernste Landesverband im DFB sein. «Das ist ein schönes Ziel. Prima, habe ich gedacht, dann können wir ganz viele Dinge anstoßen und in Bewegung setzen», sagte Papenburg: «Und was erlebe ich? Och nee, das nicht, das nicht, das nicht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. August 2021 10:39 Uhr

Weitere Meldungen