«Stark trotz Corona»: Aufholprogramm für junge Berliner

«Stark trotz Corona»: Aufholprogramm für junge Berliner

Ein «Aufholprogramm» soll Berliner Kindern und Jugendlichen helfen, Lernrückstände in der Schule wettzumachen und mit den Belastungen durch die Corona-Pandemie besser klarzukommen.

Corona und Schulen

© dpa

Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen.

Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am 04. Juni 2021 mit. Für das mit «Stark trotz Corona» überschriebene Programm stehen den Angaben zufolge 64 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Der Großteil davon (44 Millionen) soll eingesetzt werden, um Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, Lernrückstände aufzuholen.

Schulen erhalten Budget für Aufholprogramm

Um bewerten zu können, welche Defizite es gibt, seien in Berlin zu Beginn des Schuljahrs sogenannte Lernstandserhebungen geplant, so ein Sprecher der Bildungsverwaltung. Jede Schule soll für das Programm «Lernrückstände aufholen» ein eigenes Schulbudget erhalten. Den Angaben zufolge sind Förderangebote wie Lerncoaching oder auch Wochenendschulen möglich.
Schon während der Sommerferien soll es vor allem für Schulanfänger sowie Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 Lernangebote zum Abbau von Lernrückständen geben. Geplant sind nach Angaben der Bildungsverwaltung außerdem Intensivschwimmkurse sowie Ferienlernangebote zur Berufsorientierung ab Klasse 9.

Kompletter Präsenzunterricht nach den Sommerferien geplant

«Die Berliner Kinder und Jugendlichen haben ein hartes Jahr hinter sich», so Bildungssenatorin Sandra Scheeres am Freitag. «Die Corona-Pandemie hat ihr Leben komplett durcheinandergewirbelt. Zum Glück aber neigt sich diese schwere und anstrengende Zeit ihrem Ende entgegen.» Es gebe in allen Bereichen viel aufzuholen. Dafür sei das Aktionsprogramm ins Leben gerufen worden.
Die Ferien beginnen in Berlin am 24. Juni. Das neue Schuljahr soll dann für alle Jahrgangsstufen und alle Schularten mit komplettem Präsenzunterricht starten. Die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte bleibt nach Angaben der Bildungsverwaltung bestehen.

Mehr Tests zum Schulstart

Für Schülerinnen und Schüler sind in der ersten Schulwoche sogar drei statt wie üblich zwei Schnelltests Pflicht. Lehrkräfte müssten sich schon während der Präsenztage vor Schuljahresbeginn testen lassen, sagte der Sprecher. In allen Schulräumen bestehe weiterhin die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Juni 2021 20:05 Uhr

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