Justiz-Impfzentrum am Berliner Kriminalgericht ab 17. Mai

Justiz-Impfzentrum am Berliner Kriminalgericht ab 17. Mai

Am Berliner Kriminalgericht wird ein Impfzentrum für Justizbedienstete eingerichtet. Am 17. Mai können dort die ersten gegen Corona geimpft werden, wie ein Justizsprecher am Dienstag mitteilte. Bis dahin werde das bisherigen Testzentrum umgebaut. In dieser Woche werde eine erste Lieferung von 930 Moderna-Impfdosen erwartet. Für Juni sei eine noch größere Lieferung zugesagt.

Impfung

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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Geimpft werden könnten in Moabit Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie nichtrichterliches Personal, hieß es. Da eine funktionierende Justiz wichtig für den Rechtsstaat sei, hätten Gerichte und Strafverfolgungsbehörden Anspruch auf Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität. Dies entspreche auch der Linie anderer Bundesländer, teilte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) mit.
Die Justiz wolle ihren Beitrag dazu leisten, dass es in Berlin schnell vorangeht mit dem Impfen, so der Senator. Die Kosten von etwa 315 000 Euro für das Impfzentrum kommen laut Verwaltung zunächst aus der Justizkasse. In dem Zentrum könnten pro Tag etwa 150 Beschäftigte geimpft werden. Es stehe aber jedem frei, auch zum Hausarzt oder in eines der großen Impfzentren zu gehen.
Bereits im März haben nach Angaben der Justizverwaltung alle Beschäftigten in den Gefängnissen sowie Wachtmeister in den Gerichten von der Gesundheitsverwaltung ein Impfangebot bekommen. Das bisherige Testzentrum am Kriminalgericht wurde vom Deutschen Roten Kreuz betrieben. Die Mitarbeiter würden dann ab kommendem Montag die «Impflinge» betreuen, hieß es. Die Spritzen selbst sollen drei Betriebsärzte setzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. Mai 2021 12:52 Uhr

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