Digital-Index: Brandenburg rutscht ab auf Platz 11

Digital-Index: Brandenburg rutscht ab auf Platz 11

Nutzung sozialer Medien, IT-Beschäftigte, digitale Infrastruktur: Nach dem neuen Deutschland-Index der Digitalisierung schneidet Brandenburg im bundesweiten Vergleich schlechter ab als noch vor zwei Jahren. Belegte das Land 2019 von den insgesamt 16 Bundesländern noch Platz 6, rutschte es nach dem neuen Index, den das Kompetenzzentrum Öffentliche IT am Fraunhofer-Institut am Donnerstag veröffentlichte, auf Platz 11 ab. Auf dem Spitzenplatz im neuen Deutschland-Index liegt nach der Auflistung Hamburg. Schlusslicht bildeten - trotz gewisser Fortschritte - Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Digitale Verwaltung

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Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Büro-Serverschrank.

Nach den Daten konnte die Mehrheit der Bundesländer ihre Indexwerte im Vergleich zu 2019 klar steigern oder verblieb zumindest auf ähnlichem Niveau. Für den Index schauen sich die Forscher unter anderem die Infrastruktur an, Online-Angebote der Kommunen sowie Forschungsförderung und Ausbildungsmöglichkeiten für IT-Fachkräfte.
Ein starkes Wachstum habe sich in den vergangenen zwei Jahren bei der Anzahl der IT-Beschäftigten gezeigt. Dem Bericht zufolge nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten IT-Fachkräfte deutschlandweit um 13 Prozent zu - gegenüber 3 Prozent Wachstum bei allen Beschäftigten. Auch die Durchschnittsgehälter für IT-Beschäftigte stiegen im Beobachtungszeitraum.
Bei den kommunalen Dienstleistungen gab es in Deutschland zuletzt vor allem bei der Kfz-Anmeldung Fortschritte. Laut Index ist die Online-Anmeldung eines Fahrzeugs inzwischen in fast der Hälfte der für den Bericht untersuchten Kommunen möglich. Zwei Jahre zuvor war das erst in etwas mehr als jeder zehnten Kommune der Fall. Eine Baugenehmigung kann dagegen bis heute nur in vier Prozent der Kommunen online beantragt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. Mai 2021 05:26 Uhr

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