GEW kritisiert Senatsentscheidung zum Wechselunterricht

GEW kritisiert Senatsentscheidung zum Wechselunterricht

Nach dem Ende der Osterferien wieder Unterricht in Berlins Schulen anzubieten, ist aus Sicht der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Fehlentscheidung.

Schülerin im Unterricht

© dpa

«Wir sind enttäuscht, dass auf die aktuelle Entwicklung keine Rücksicht genommen wird», sagte der Landesvorsitzender Tom Erdmann der Deutschen Presse-Agentur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Vor allem, weil Lehrkräfte an weiterführenden Schulen keine Aussicht auf eine Impfung in absehbarer Zeit hätten, sei das unverständlich.
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«Wir haben gefordert, nach den Ferien bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 nur Distanzunterricht anzubieten», erinnerte Erdmann. Der Wert liegt in Berlin seit langem kontinuierlich höher. Dennoch hatte sich der Senat am Donnerstag darauf verständigt, dass es ab Montag wieder Wechselunterricht in verkleinerten Gruppen geben soll. Ausgenommen sind zunächst die siebten bis neunten Klassen. Die Entscheidung für eine Testpflicht an den Berliner Schulen ist nach Erdmanns Einschätzung dagegen richtig: «Wenn das funktioniert und genügend Tests da sind, finden wir das sinnvoll.»
Allerdings gebe es noch eine Reihe offener praktischer Fragen. «Was passiert, wenn jemand positiv getestet wird? Gibt es dann Quarantäne-Räume?», fragte der GEW-Chef. Bei kleineren Kindern müsse sichergestellt sein, dass sie von ihren Eltern abgeholt werden: «Das muss geklärt werden.» Dazu gehöre auch, wie die Schulen das Testen, das ab 19. April zwei Mal in der Woche verpflichtend ist, organisieren sollen. Möglich sei, dafür die erste Stunde zu reservieren, sagte Erdmann. «Das sind Fragen, die sich die Lehrkräfte jetzt stellen werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. April 2021 17:12 Uhr

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