Senat verlängert Lockdown: Kontaktbeschränkungen werden gelockert

Senat verlängert Lockdown: Kontaktbeschränkungen werden gelockert

Auch wenn mancher sich das anders gewünscht hat, Restaurants, Kinos und viele Geschäfte bleiben in Berlin noch zu. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der sich auch in Berlin ausbreitenden stärker ansteckenden britischen Virusvariante beschloss der Senat bei seiner Sondersitzung am 04. März 2021 nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März.

Regierender Bürgermeister Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht bei einem Interview.

Er war zunächst bis Sonntag (7. März 2021) befristet. Damit setzt Berlin eine entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom Vortag um. Die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten sich darauf verständigt. Seit Beginn des bundesweiten Lockdowns Mitte Dezember sind auch in Berlin große Teile des Einzelhandels mit Ausnahme etwa von Supermärkten, Drogerien oder Apotheken geschlossen. Für Restaurants, Museen, Kinos, Theater, Freizeit- und Sporteinrichtungen gilt das schon seit Anfang November. Grundsätzlich bleibt es dabei, allerdings sollen auch eine Reihe von Lockerungen möglich sein, wenn die Pandemielage es zulässt. Details will der Senat im Anschluss an die Sitzung auf einer Pressekonferenz bekannt geben.

Private Zusammenkünfte mit einem weiteren Haushalt möglich

Einig war man sich im Senat, dass Treffen mit Freunden und Bekannten trotz der anhaltenden Corona-Pandemie wieder leichter werden sollen. Künftig sind private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt wieder möglich, beschränkt auf maximal fünf Personen plus Kinder bis 14 Jahre. Bisher durfte sich ein Hausstand nur mit einer Person eines anderen Hausstandes treffen. Auch an dieser Stelle setzt Berlin eine Vereinbarung der Bund-Länder-Schalte vom Mittwoch um. Hintergrund der Lockerungsüberlegungen sind die Möglichkeiten, die sich durch den geplanten Einsatz von Schnelltests in großem Umfang für das Entdecken von Infektionen bieten sollen und die Fortschritte beim Impfen der über 80-jährigen Menschen in Berlin.
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Express Corona-Testzentrum Berlin (PCR)

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Shopping mit Terminbuchung wird erlaubt

Auch die Geschäfte in Berlin dürfen in der nächsten Woche unter bestimmten Bedingungen und in eingeschränkter Form wieder öffnen, wie der Senat entschieden hat. Einkaufen soll dann mit vorher gebuchten Terminen möglich sein. Bleibt der Corona-Inzidenzwert bei Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche unter 100, dürfen die Geschäfte abhängig von der Ladengröße eine jeweils begrenzte Anzahl von Kunden zum Einkaufen einlassen. Termine müssen aber vorher über das Internet gebucht werden. In Gartenmärkten und Gartencentern kann auch ohne Buchung eingekauft werden. Buchhandlungen haben in Berlin schon geöffnet. Die Regelungen können ab Dienstag genutzt werden, der Montag ist in Berlin Feiertag. Steigen die Inzidenzzahlen wieder über 100 können die erlaubten Öffnungen wieder zurückgenommen werden. Sinken sie hingegen unter 50, soll das Einkaufen weiter erleichtert werden.

Öffnung der Schulen hat bereits begonnen

Seit Montag dürfen die Berliner Friseursalons wieder öffnen. Die schrittweise Öffnung der Schulen hat schon am 22. Februar begonnen. Seitdem sind die Kinder der ersten drei Klassenstufen zumindest zum Teil zurück in der Schule - im Wechsel mit digitalem Lernen zu Hause und in verkleinerten Lerngruppen. Ab 9. März sollen auch die vierten bis sechsten Klassen wieder Wechselunterricht erhalten und die Kitas wieder für alle Kinder offen stehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 20:42 Uhr

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