Schulleiter: Beschluss zu geschlossenen Schulen ist richtig

Schulleiter: Beschluss zu geschlossenen Schulen ist richtig

Die Entscheidung des Senats, die Berliner Schulen weiter geschlossen zu halten, ist aus Sicht des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS) richtig. «In dieser Pandemielage ändert sich alles sehr schnell. Und ich denke, man guckt mit großer Sorge auf die mögliche Mutation des Virus», sagte IBS-Vorsitzende Astrid-Sabie Busse am Donnerstag dem RBB-Inforadio. «Ich bin auch dafür, dass wir da kein Risiko eingehen. Und die Schulen brauchen auch ein bisschen Planungssicherheit.»

Der Senat hatte am Mittwoch beschlossen, dass die Schulen bis Mitte Februar geschlossen bleiben. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, er davon aus, dass man frühestens ab dem Ende der Winterferien darüber diskutieren könne, ob und wie der schrittweise Einstieg in den Präsenzbetrieb möglich sei.
Busse sagte: «Wir hoffen, dass es im Februar irgendwie dann wieder los geht, sicherlich erstmal wieder mit den Jüngsten und mit den Abschlussklassen.» Aus Sicht des Schulleiter-Verbands müssten allerdings regelmäßige Schnelltests erfolgen: «Das wünschen wir uns sehr. Bei uns kommt in der Woche nach den Ferien der Testbus an unsere Schule, wo man sich freiwillig testen lassen kann. Aber das müsste dann zur Regel werden», sagte Busse, die selbst eine Grundschule in Neukölln leitet. «Und noch mehr wünschen wir uns dann den Impfbus. Denn das ist ja die Voraussetzung, dass die Pädagoginnen und Pädagogen geimpft sind, um sicherer ihrer Arbeit nachgehen zu können. Aber davon sind wir ja ganz weit entfernt.»
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Busse äußerte sich kritisch über die Möglichkeiten des digitalen Unterrichts: «Man kann wirklich nicht sagen, dass das gleichwertig zu sehen ist - niemals. Der ganze menschliche Kontakt, wir sind ja soziale Wesen, der fällt ja total weg», so die Schulleiterin. «Und Sie können auch nicht stundenlang als Kind vor einem Bildschirm sitzen. Digitaler Unterricht ist auch in höchstem Maße anstrengend.» Das gelte umso mehr, je jünger die Schüler seien.
«Alle Beteiligten geben sich große Mühe, um digital und analog und per Telefon den Kontakt zu den Schülern zu halten», sagte Busse. «Aber wenn das alles so perfekt wäre, dann könnten wir ja die Schulen schließen und Pädagogen woanders arbeiten lassen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Januar 2021 11:12 Uhr

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