Berlin bekommt weniger Impfstoff

Berlin bekommt weniger Impfstoff

Berlin stellt sich auf weniger Impfstoff von Biontech-Pfizer in der nahen Zukunft ein. Gleichzeitig können pro Ampulle inzwischen sechs statt bisher fünf Impfdosen genutzt werden.

Dilek Kalayci

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Dilek Kalayci (SPD) spricht nach einer Sitzung des Senats zu Journalisten.

Das gleicht die geringeren Lieferungen nach Angaben eines Sprechers der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag (19. Januar 2021) aber nur zum Teil aus. Unterm Strich bleibe in den nächsten zwei Wochen eine Lücke von 17 500 Impfdosen, die weniger zur Verfügung stünden. Weil die Hälfte der Impfdosen für die zweite Impfung aufgehoben wird, können entsprechend zunächst 8750 Berliner weniger geimpft werden. Zuerst hat die «B.Z.» am Dienstag (online) darüber berichtet.

Bereits vereinbarte Termine bleiben bestehen

Bereits vereinbarte Termine in den drei Berliner Impfzentren, die bereits in Betrieb sind, müssen dem Sprecher zufolge nicht abgesagt werden. Bei der weiteren Vergabe sollten die Termine aber «gestreckt» werden. Wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss erläuterte, sind bisher mehr als 49 000 Termine telefonisch gebucht worden.

Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs

Hintergrund für die Änderungen beim Lieferplan sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen. «Es sind am Ende deutlich weniger Impfdosen, die wir in den nächsten vier Wochen bekommen. Dass die Umstellung der Berechnung von 5 auf 6 Dosen gerade jetzt zeitgleich mit dem Ausfall von Lieferungen kommt, kaschiert bestenfalls die fehlenden Dosen, ändert aber nichts an dem Ausfall», sagte Kalayci der Zeitung. «Wir müssen uns auf die uns vom Bundesgesundheitsministerium mitgeteilten Lieferpläne verlassen können. Nach zwei kurzfristigen Ausfällen in kürzester Zeit können wir weitere Ausfälle nicht mehr verkraften.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Januar 2021 15:54 Uhr

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