Elternvertreter kritisieren Senatsentscheidung zu Schulen

Elternvertreter kritisieren Senatsentscheidung zu Schulen

Berliner Elternvertreter haben die Entscheidung des Senats als widersprüchlich kritisiert, in den kommenden Wochen schrittweise Unterricht für einen Teil der Schüler anzubieten.

Unterricht

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Eine Mund-Nasen-Bedeckung liegt während einer Unterrichtsstunde neben einem Mäppchen und Schulbüchern auf einem Schultisch.

«Die häuslichen Kontakte werden auf eine Person reduziert. In den Schulen dürfen sich aber Schülerinnen und Schüler aus bis zu 16 Haushalten mit ihren Lehrkräften in Unterrichtsräumen treffen», so der Landeselternausschuss am Donnerstag (7. Januar 2021). Die Schüler der abschlussrelevanten Jahrgänge, für die ab 11. Januar Wechselunterricht geplant ist, dürften quer durch die Stadt fahrend in Teilgruppen und sich immer neu mischenden Kursen in der gymnasialen Oberstufe, wieder in den Unterricht. Die jüngeren und weniger betroffenen Kinder, die zu Fuß zur Schule gelangten, müssten bis zum 18. Januar warten, obwohl die Erstwissensvermittlung für schulisch angeleitetes Lernen hier am schwersten umzusetzen sei, kritisierte der Elternausschuss.
Die Interessenlage der Eltern sei sehr unterschiedlich. «Die Bandbreite der Forderungen reicht von der Fortführung des schulisch angeleiteten Lernens zu Hause bis zur sofortigen Öffnung der Schulen», erklärten die Elternvertreter. Der jetzige Plan gehe an der Lebensrealität vieler Familien aber vorbei. Der Elternausschuss erinnerte an seine Forderung von Ende Dezember, Regelunterricht erst wieder vollständig zu ermöglichen, sobald das mit Blick auf die Infektionszahlen vertretbar sei. Der Senat hatte am Mittwoch entschieden, an den Schulen zunächst nicht zum Regelunterricht zurückzukehren, aber schrittweise wieder Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Januar 2021 08:08 Uhr

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