Sicherheitssaal im Kriminalgericht: 10 Plätze für Angeklagte

Sicherheitssaal im Kriminalgericht: 10 Plätze für Angeklagte

Im Berliner Kriminalgericht wird ab diesem Mittwoch in einem neuen Sicherheitssaal verhandelt. Die Bauarbeiten seien abgeschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Justiz am Montag (4. Januar 2021) mit.

Berliner Landgericht

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Das neubarocke Gebäude vom Kriminalgericht Moabit. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Der Saal samt Beratungszimmern und Räumen für Zeugen wurde laut Gericht in einem Innenhof des Gerichtskomplexes in Moabit platziert. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) wollte die Räumlichkeiten am Dienstag vorstellen. Der neue Saal 142 sei rund 210 Quadratmeter groß und habe zehn Glasboxen für Angeklagte, sagte Gerichtssprecherin Lisa Jani. Auf 32 Plätzen könnten Verteidiger Platz nehmen. Der Saal sei barrierefrei. Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Fenster. Vorgesehen seien auch separate Eingangskontrollen.
Ab Mittwoch werde die 24. Strafkammer dort den Prozess gegen sieben Angeklagte fortsetzen, die bei einem Einbruch in die Asservatenstelle des Hauptzollamtes Berlin mindestens 5,2 Millionen bereits beschlagnahmte Zigaretten und 8 Tonnen Wasserpfeifentabak gestohlen haben sollen. Der erste Prozesstag im Dezember war noch vor Verlesung der Anklage zu Ende gegangen. Verteidiger hatten bemängelt, dass die Corona-Abstandsregelungen nicht an allen Plätzen im Gerichtssaal einzuhalten seien.
Auch ein Prozess, der wegen Corona und der Zahl der Angeklagten in der Urania stattfand, soll laut Gericht nun in dem neuen und bereits vierten Sicherheitssaal in Moabit weitergehen. Der Prozessauftakt gegen acht Männer wegen bandenmäßigen Drogenhandels im August war von massiven Sicherheitsmaßnahmen flankiert. Selbst auf einem Dach des Komplexes im Stadtteil Schöneberg spähten wie sonst eher bei Staatsbesuchen aufmerksame Polizisten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. Januar 2021 16:12 Uhr

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