Ärzte-Dienstpläne für Covid-19-Impfungen werden geändert

Ärzte-Dienstpläne für Covid-19-Impfungen werden geändert

Es geht womöglich doch früher los als zuletzt gedacht: Vor dem Start von Covid-19-Impfungen in Berlin muss der Einsatz von Ärztinnen und Ärzten noch eimmal umgeplant werden.

Impfung

© dpa

Eine Hand hält eine Spritze mit einem Impfstoff.

«Die KV Berlin ist aktuell dabei, die bisherigen Planungen an die neue Situation anzupassen», teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Mittwoch (16. Dezember 2020) auf Anfrage mit. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffs von Pfizer und Biontech vorlegen werde - acht Tage früher als ursprünglich geplant. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnte es auch in Deutschland nächste Woche mit den Impfungen losgehen.

Neuer Starttermin der Impfzentren wahrscheinlich 4. Januar

Die KV hatte erst am Freitag erklärt, sie gehe nun vom 4. Januar als Starttermin für die sechs in Berlin geplanten Impfzentren aus - statt wie zuvor gedacht vom 15. Dezember. Als Grund wurde die erwartete verzögerte Anlieferung von Impfdosen genannt. Bereits daraufhin sollte die Dienstplanung geändert werden. Für die Impfzentren sind nach KV-Angaben pro Tag 180 Schichten und für die mobilen Teams 32 Tagesschichten zu besetzen.

Bisher knapp 1000 freiwillige Mediziner

Seit Ende November konnten sich KV-Vertragsärzte in Dienstpläne eintragen. Zuletzt erweiterte die Organisation den Aufruf auf Nicht-Vertragsärzte - das können beispielsweise Ärzte im Ruhestand, angestellte Ärzte in Praxen, Krankenhäusern oder Behörden und auch Privatärzte sein. Auch ein Zwei-Schicht-System für die Zentren wurde eingeplant - so sollen Impftätigkeit und Praxisbetrieb besser vereinbar sein. Die KV spricht von weiterhin großer Resonanz. Bislang hätten sich knapp 1000 Mediziner gemeldet. Die Ärzte sollen in den Zentren Impfwillige aufklären, die Impfungen medizinisch überwachen oder selbst übernehmen und diese zudem dokumentieren. Der Einsatz wird bezahlt. Die mobilen Teams sollen etwa in Alten- und Pflegeheime fahren und dort impfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Dezember 2020 12:47 Uhr

Weitere Meldungen