Gewerkschaft: Berliner Polizei zu Silvester überfordert

Gewerkschaft: Berliner Polizei zu Silvester überfordert

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die für Silvester in Berlin geplanten Böller-Verbotszonen als große Herausforderung für die Sicherheitskräfte.

Eine große Wunderkerze brennt in der Silvesternacht

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Eine große Wunderkerze brennt in der Silvesternacht.

Mit der aktuellen Personalstärke bei der Polizei sei eine Kontrolle in der ganzen Stadt unmöglich, sagte der Berliner GdP-Vorsitzende Norbert Cioma laut einer Mitteilung am 07. Dezember 2020. Er forderte baldige Klarheit darüber, wo genau in der Stadt Feuerwerkskörper verboten werden sollen.
Verschärft werde die Lage durch angekündigte Demonstration von Kritikern der Corona-Politik. «Jeder mit Verstand kann sich ausmalen, dass wir diese Baustelle nicht auch noch an Silvester brauchen», sagte Cioma. Bei allem Verständnis für die Demonstrationsfreiheit - für Berlins Polizei gebe es Besseres zu tun, als stundenlang Tausenden Menschen klarzumachen, dass sie «gefälligst eine Maske aufzusetzen haben», sagte Cioma. Wie zuvor die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik sprach sich auch der GdP-Chef dafür aus, die Teilnehmerzahl zu begrenzen.
«Vollkommen utopisch» nannte der GdP-Landeschef den Plan, die sechs Corona-Impfzentren von der Polizei bewachen zu lassen. Beim Zentralen Objektschutz gebe es ein Personaldefizit von gut 350 Kräften. Berlin sollte für diesen Schutz externe Sicherheitsunternehmen verpflichten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Dezember 2020 10:45 Uhr

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