Müller nennt Corona-Sonderregeln für Weihnachten sachgerecht

Müller nennt Corona-Sonderregeln für Weihnachten sachgerecht

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die von den Ländern geplanten Lockerungen für private Kontakte über Weihnachten und Silvester trotz Corona-Infektionsgefahr für «sachgerecht».

Michael Müller

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Michael Müller (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.

«So viele Menschen haben so viel mitgemacht in den letzten Monaten», sagte der SPD-Politiker am Dienstag (24. November 2020). Da müsse man nun auch sagen: «In einer besonderen Jahreszeit, wo vielen die Begegnung einfach sehr, sehr wichtig ist, lassen wir das auch zu», sagte Müller. «Wohlwissend und auch darauf vertrauend, dass die Menschen trotzdem erkennen, wie wichtig die Eigenverantwortung ist. Und dass sie auch in der Phase, wo mehr möglich ist, vielleicht nur das Nötigste an Kontakten tatsächlich zulassen.»
Die Regierungschefs der Länder hatten sich am Montag auf eine gemeinsame Linie geeinigt, mit der sie in die nächsten Beratungen zur Corona-Krise mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gehen werden. Sie wollen unter anderem private Treffen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sein sollen. Vom 23. Dezember bis 1. Januar soll eine Sonderregel greifen, die Treffen bis maximal zehn Personen ermöglicht. Kinder bis 14 Jahren dürften zusätzlich dabei sein.
Müller, der momentan Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, schließt Gegenwind des Bundes für den Ländervorschlag nicht aus. «Ich vermute, auch darum wird es morgen nochmal eine Diskussion geben, um den Zeitraum», sagte er mit Blick auf die Videokonferenz mit Merkel am Mittwoch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. November 2020 14:46 Uhr

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