Seit Coronabeginn: 132 Todesfälle in stationärer Pflege

Seit Coronabeginn: 132 Todesfälle in stationärer Pflege

Bei annähernd einem Drittel der bisherigen Corona-Todesfälle in Berlin handelt es sich um Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. 132 Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen seien seit Pandemiebeginn gestorben, teilte die Gesundheitsverwaltung am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Laut Corona-Lagebericht starben in der Hauptstadt bisher insgesamt 371 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Zahl der aktuell Infizierten im Pflege-Bereich ging zunächst nicht aus den Daten hervor.

Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation

© dpa

Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation.

Seit Pandemiebeginn meldeten 183 stationäre Pflegeeinrichtungen laut Gesundheitsverwaltung bestätigte Fälle. Insgesamt 1021 Bewohner seien positiv getestet worden - genesene, gestorbene und derzeit noch infizierte Menschen eingerechnet. Bei 603 Mitarbeitern dieser Einrichtungen wurden positive Tests verzeichnet.
Bei ambulanten Pflegediensten fallen die Meldezahlen geringer aus. 34 Betriebe meldeten laut Statistik bisher bestätigte Fälle. Von insgesamt 161 positiv getesteten Pflegebedürftigen starben demnach 19. 85 Pflegedienst-Mitarbeiter wurden positiv getestet.
Seit Anfang Oktober hat ein Pflegeheim in Lichtenberg mit dem Virus zu kämpfen, in dem Zusammenhang sind bisher 14 Todesfälle bekannt. Laut «Berliner Morgenpost» soll es zudem unter anderem drei Heime in Tempelhof-Schöneberg mit insgesamt 68 infizierten Mitarbeitern und Bewohnern geben. Viele Hoffnungen beim Schutz von Pflegeheimen ruhten zuletzt auf Corona-Schnelltests - zumindest im Lichtenberger Fall standen diese aber nicht rechtzeitig zur Verfügung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 17. November 2020 14:09 Uhr

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